Anlässlich des Gedenktages der Bundesrepublik Deutschland an die Opfer des Nationalsozialismus habe ich heute die Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin besucht.
Dieser Gedenktag ist von großer Bedeutung, weil er uns daran erinnert, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus niemals vergessen werden dürfen. Das Erinnern an die Opfer ist nicht nur ein Zeichen des Respekts und der Menschlichkeit, sondern auch eine Mahnung für unsere Gegenwart und Zukunft: Demokratie, Freiheit und Menschenrechte sind nicht selbstverständlich und müssen immer wieder verteidigt werden.
In diesem Jahr stand der nach umfassenden Bauarbeiten wieder zugängliche ehemalige Strafbunker im Mittelpunkt – ein Ort, an dem die Gefangenen im KZ Lichtenburg physischen und psychischen Terror durch das SS-Personal erleiden mussten. Die dazugehörigen Quellen machen diese Gewalterfahrungen auf eindrückliche Weise sichtbar.
Besonders bewegend war die Uraufführung der szenischen Lesung „Hunger nach Licht und Luft“, die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Jessen gemeinsam mit ihrer Lehrerin Cosima Schmidt entwickelt haben.
Ein Grußwort sprach Dr. Jörg Hartmann, stellvertretender Landrat des Landkreises Wittenberg.
Im Anschluss an die Gedenkstunde fand eine gemeinsame Kranzniederlegung statt – ein stiller Moment des Erinnerns und Mahnens.